Scribbles …the English Edition…

I guess it’s best this way, at least that’s what you said

and I think I agree

but, see, there’s this tiny little voice inside of me

saying: Guess what we could have had…

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it seems almost pathetic, no actually, I’m pretty sure it is

that I’m still that little over-enthusiastic going-off and on-about-you-kid

but the thing is i can’t actually control

and really, if you have to be so awesome, it’s kind of a bit of … your fault.

i know well that i don’t know you and i most probably never will

but your a nice man-shaped projection of what i dream of still

just someone as funny, someone as bright, someone as happy, someone in sight

head in the air, feet not touching the ground

the main problem is that over here, there’s no one quite like that around.

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hey stranger,

you know, at the end of the day, all that keeps me going is the hope you’ll be with me one of these days.

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my heart is like a cardboard box

well…it’s not exactly square and it’s bigger than most boxes by far

but, based on the idea, i think it’s pretty similar.

it sure has a lot of room in it, for feelings and such, not dirty socks,

also you can’t really see it but, needless to say, it’s there

when you handle my cardboard-heart, you’ve got to take care,

because it’s also quite fragile when you handle it wrong for a start,

see, if you hold it too tightly, or let go too soon, it will surely fall apart.

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is there anybody out there?

…didn’t think so.

English Poetry?? Are you kidding me? …Nope!

It’s a secret

-BLUE-

A moment in time. In eternity. Or an eternity within a moment. I can’t quiet recall the time I’ve been sitting on the white painted wooden chair, focussing, losing focus and concentrating again to look at the pretty face in front of me. His eyes. The way they stare, a meaningless, empty stare.

And me, sitting, waiting for something, anything, that probably won’t happen – and even if it did, I would not notice it happening, because I won’t know what it is, that I’m waiting for. I have forgotten it in the very moment he had told me the truth.

I feel the cold surrounding us, drowning me like thick water. Blue schemes of dust and dirt transform the room we silently inhabit into another world. Silently.

We stay as the lights fade – or just seem to fade. Because I can still see his eyes, his stare, glowing through my darkness.

Where am I going? Going on my one-way-ticket to his destination. And I don’t understand a single word. We sit in blueish light, in heavy sighs, alone, in the deep silence that follows a secret which is a secret no more. And all turns colder. I think this is how it feels when you freeze to death. When your soul’s drained in red and yellow memories and you feel their heat and fire burning you from inside and your body falling to pieces from the adamant cold outside.

Feeling ripped apart and torn and whole at the same time, big and tied hardly in a blanket of loneliness and betrayal.

He sits. Opposite me. His hands folded in his lap, the pale skin of his wrist glistening from under his leather jacket. I can see his eyes. Staring, but not staring straight. Staring into a world he kept a secret, one that he won’t let me see. Still he’s taking me, forcing me to go with him but won’t show me where. He’ll keep me in my blue blanket and tie me to his side. Blind, deaf and silent. And I can still see his eyes. His damn eyes full of dark secrets.

Only his eyes. No shapes, no light, no me.

I used to see myself reflecting in his eyes. But that was a long time ago. He had blue eyes then. But now the colour has faded. Grey as the early fog over lost forests in winter his eyes have turned. Grey as the image you see, when you blink your tears away and you don’t want to see anything but see everything but not colourful, just grey.

He had got anything-eyes, unfocused and horrible anything-eyes. And they are glancing right through me.

You okay?” – his voice as soft as silk, as a warm breeze almost caressing my cheeks, like a sigh that welcomes me home safe – but yet too far away to be more that a whisper, to be more than a vague idea of a touch that has lost it’s tenderness. And his eyes of grey.

I’m fine” – I say. Fine. Almost the voice of someone else. I can almost feel the weight of the secret he just threw from his shoulders on mine. His eyes saying somewhat of an apologize. Grey, muddy anything-eyes, without light, without me, without love.

And they used to be blue.

Blue.

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Das hatte ich so rumfliegen, wollte es nicht unveröffentlicht lassen, weil es mir ganz gut gefällt. =)

Und jetzt sagt halt auch mal was dazu ;-)

Liebe Grüße, die Elli

Kannibalen In Zivil machen verdammt gute Musik

Hallo liebe Freunde der gutsortierten Popmusik,

seit heute bin ich (etwas später als der Rest der Nation) endlich auch im Besitz des neuen K.I.Z. Albums “Sexismus Gegen Rechts” und habe lange lange lange nicht mehr so gelacht.

Jede Zeile ist ein Witz und das meine ich nicht böse, das ist mein voller Ernst, am liebsten würde ich die alle hier reinpacken aber dann würde ich nicht mehr fertig werden. Es sind einfach zu viele.

Natürlich muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich auch über die platten Penis-Witze lache (vor allem beim Track “Das System”, z.Bsp: ‘Ich onaniere mit ‘ner Pinzette und verliere das Intresse’) aber der viel größere Spass sind die Textstellen, die tagesaktuell, klug und so schnell vorbei sind, dass man in der nächsten Strophe immernoch lacht.

Ich werde jetzt doch mal ein paar von diesen Stilblüten hier auffführen, ich möchte euch die einfach nicht vorenthalten und vielleicht auch für die Berliner Jungs eine Lanze brechen…aber seht selbst!

1. die zweite Strophe aus “Straight Outa Kärnten” über den österreichischen Nazi-Politiker Jörg Haider: (selbstverständlich ironisch, aber wer das nicht merkt ist eh komisch)

das is gestört
ich dachte ich hätt mich verhört
doch nicht unser Jörg!
dass ich nicht lache
dieser Strache will uns wohl veräppeln
er denkt er könnte rappen
er kann gerne kommen und battlen (komm her!)
kurz nach den Wahlen
dafür wolln wir Repressalien
was soll das hier ohne Dich werden?
Eurabien?
ich stehe in der Fußgängerzone und schrei:
‘Heil Haider!’
hast n Problem? hast noch n Problem? geh weiter!
du warst so gut gebaut
es ist Liebe
ich stehe heulend vor deim Wahlplakat und ornaniere
mach beim Begräbnis den Gruß und seh Licht aus der Gruft
und der Rest der SA schießt für Dich in die Luft

2. Hook und erste Strophe aus “Rauher Wind“, ein Song über Banker und Dienstwagenüberbenutzer

Hier oben weht ein rauher Wind
keiner hört uns wenn wir traurig sind
Gott, wenn du mich hörst sag mir
ob es einen Himmel gibt für Bänker
Hier oben weht ein rauher Wind
keiner hört uns wenn wir traurig sind
Ich verkauf noch dieses Wertpapier,
mach den Computer aus und spring aus dem Fenster

Wieso immer ich? Ihr kehrt die Fakten untern Tisch
Kinder fallen im Irak, meine Aktien etwa nicht?
Ich sitze heulend in der Lobby, denn mein Hemd ist verdreckt
und die Suite im Hilton ist wieder vom Präsidenten besetzt.
Die Nutten lieben mich nicht wirklich, ich glaub die lügen mich an
Und meine Sekretärin betrügt mich mit ihr’m Mann (Schlampe!)
Denk mal darüber nach,
der einzige Mensch der mich in diesen Zeiten von meinem Leid ablenkt ist Mario Barth.
Ihr selbstsüchtigen Pisser, wieso schnorrt ihr bei mir?
Die Kinder in Taiwan können das Geld besser gebrauchen als ihr
Meine Frau hat auch kein Job und ist trotzdem glücklich
Wann macht ihr Schmarotzer euch nützlich
Habt ihr schon mal was gespendet? Ja ich schon
Wer ist jetzt dekadent
Ich würde auch weiter kämpfen nackt bis auf den letzen Benz
Und wenn das Ghetto brennt dann heult ihr rum ihr Mimosen
Denkt ihr, wir haben keine Probleme hier oben?
Man sollte Scheiben wischenden Schnorrern den Arm amputieren
Wenn sie an Ampeln ungefragt unsere Ferraris polieren
Ihr zerkratzt den ganzen Lack, wie rücksichtslos
Die Schiffschraube meiner Jacht zerhackt ein Flüchtlingsboot
Und ich schmeiße einen Hunni ins Meer.

3. Mixed Bits aus “Ohrfeige“, ein Song über die Liebe…

Ich komme in den Club, bereit für ein Abenteuer,
die andern Vollidioten tanzen um ihren Rucksack wie um’s Lagerfeuer (Ohrfeige)

wenn du mit mir zusammen sein willst dann gehst du nicht mehr raus,
ich wasch mich ja dann auch nicht mehr und lebe auf der Couch
und du musst wissen, ich bin der Boss in diesem Haus,
was die Müllsäcke angeht! (Bring ‘em out, bring ‘em out!) (Ohrfeige)

meine Frau darf nicht ausgehen wie das olympische Feuer! (Ohrfeige)

Dein neuer Spast hat die Rechnung ohne den Wirt gemacht,
ich brech bei eurer Hochzeit mit Fallschirm durch das Kirchendach,
mach diesen Typen platt kurz vor dem Jawort,
die Menge tobt, ich schrei den Pfarrer an, fahr fort,
ja, ich will, ja, sie muss,
sie dürfen die Braut jetzt küssen
und die Schlampe versucht auszubüchsen,
dabei könnte es genauso sein wie früher,
dein Vater muss Organhändler sein,
du hast die Augen von Aaliyah,
bitte mecker nicht, warte kurz,
ich hab mir extra den Bart gestutzt, (Guck!)
keiner hat seit dem du weg warst das Bad geputzt,
schick mir ein Engel, hier ist die Küche verdreckt
und nur noch Kakerlaken bringen Frühstück ans Bett,
ich dachte du wärst wie Jesus, kommst nach drei Tagen zurück,
jetzt verschimmelt die Teewurst und du willst heiraten, du Stück,
ich werd dich glücklicher machen als du es jemals warst,
der Abwasch steht noch da, also! (Beweg dein Arsch!) (Ohrfeige)

….und das muss jetzt einfach noch sein: Rohmilchkäse

Ich bin Franzose, für mich sind alle deutschen Barbaren
Und in meine Träume tragen mich preußische Sklaven
Ich pumpe die Piaff wenn ich im Oldtimer sitz’
Du Banause, bestellst dir ein’ Rotwein zum fisch’
Auf der suche Sach Kultur, grabt ihr am Nordpol
Wir hatten Kolonien, ihr hattet Kohl
Fern von der Heimat, ich werde gefühlskrank
Diese Wilden packen Camembert im Kühlschrank
Mein Bruder, sie behandeln dich wie irgendeinen Turi
Wir schießen in die Luft für dich am 14 Juli
Engarde, Schlampe, das ist die Franzosen-Ehre
Was willst du mir erzählen über Rohmilchkäse
Wer fickt die Topmodels? Mein Präsident!
Keine Frau auf der Welt steht auf deutschen Akzent
Und meine Mutter vergießt eine Träne …
Sie machen Zucker in die Mayonnaise

(auf die Melodie von “Au Champs Elysees”
Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vater-land danach lasst uns alle stre-ben, brüder-lich mit Herz und Hand …äh…lala …Au Champs Elysees…

 

Das muss doch für sich sprechen. Der Humor ist schwarz, bitterböse, aber großartig. manche werden sagen politisch unkorrekt, noch mehr finden es sicher zu unreif..aber es IST witzig und es ist mir egal was die anderen sagen.

 

Also abschließend…mindestens vierzehn Daumen hoch für dieses Album von der unhabhängigen Jury bestehend aus MIR. Und jetzt sagt doch auch mal was dazu!

 

Eure Elli

Stuck Like Glue

nicht zu hoffen hoffen

okay, es reicht. es ist jetzt wirklich mal genug.

bitte…kann es nicht einfach mal zu ende sein?

ich schaff das enfach nicht mehr, diese anspannung, dieses ständige herzflattern.

diese … sache zwischen uns oder diese nichtigkeit, die macht mich krank.

ich kann nicht mehr, ich kann dieses achterbahnfahren nicht mehr ertragen.

und ich kann nur alleine aussteigen aber ich bekomm’ das nicht hin, ich komm’ da einfach nicht raus.

weil die hoffnung ja als allerletztes stirbt und ich kann leider nicht nicht zu hoffen hoffen.

und am ende des tages ist dein name immernoch das letzte, das auf meinen lippen liegt

und wenn ich die augen endlich schließe seh’ ich dein lächeln und wie ich mir  dann wünsche, dass es mir gilt.

wie kann das sein, dass einer genau weiß was er will, so sehr, dass es einem naturgesetz gleichkommt und der andere stur unentschlossen bleibt?

ich weiß doch auch nicht was ich machen soll, mir hat das auch niemand erklärt.

aber ich weiß nicht wie viele subtile hinweise ich noch geben soll…ob du sei brauchst, ob du sie siehst, ob sie dir angst machen oder dich vielleicht anekeln?!

ich weiß nie woran ich bin und das hat doch alles keinen sinn.

warum kann das nicht einfach aufhören?

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Wie es mir geht? -Wie es einem so geht, der sein Herz nicht mehr finden kann obwohl er genau weiß wo er suchen muss.

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und nicht weil

so alleine mit dir und dabei ganz fürchterlich alleine mit mir selbst

und ich pflanze diese vielen kleinen bäume, diese fundamente, und beobachte still wie du sie fällst

so sehr ich dir die flügel gönnen will, die du verdienst, so sehr will ich, dass du hier wurzeln schlägst

nicht hier, nicht direkt, eigentlich nur da wo ich bin, dass du auf deinem flug auch wieder bei mir hällst.

und nicht weil ich es mir wünsche, sondern weil du es so willst

und nicht weil ich dir versprechen kann, dich immer zu lieben, sondern weil du dich auch so fühlst

und nicht weil du höflich bist und gut erzogen, sondern weil du liebst wie du mich zum lachen bringst

und nicht weil du es magst leute zum lachen zu bringen, sondern weil du magst wie ich dann bin.

ich glaube mein wunschzettel war noch nie so lang

und noch nie war es so unwarscheinlich, dass ich mich weihnachten über irgendetwas davon freuen kann

aber es nützt ja doch nichts, das wünschen hört nicht auf, auch nicht wenn du fortgehst und ich dann

wieder alleine bin, ganz alleine ohne neben dir zu sitzen und ich doch wieder zu wünschen anfang’.

Das große DU

girl with umbrella

Wieder ein paar Kritzeleien…es geht um DICH…oder um DICH oder doch um DICH da, hinter dem Bushäuschen…wer weiß es schon?

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Manchmal wäre es schon genug, wenn du mir einfach nur die Hand hinhalten würdest, einfach nur so, um es zu probieren. Vielleicht wäre es ja gar nicht so schlimm.

Ich schaff das nur einfach alleine nicht. Ich kann nicht den Anfang machen. Ich bin nur ein kleines dummes Mädchen. Aber du bist auch nicht besser als ich.

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Sagen wir, ich wäre…

Du und ich wir sind wie…

Wenn ich dir irgendwas sage, dann…

es geht einfach nicht, ich finde keine Worte. Ich mag dich ja noch nicht mal. Das heißt, ich weiß es nicht ob ich dich mag oder nicht, ich kenn dich ja gar nicht. So richtig.

Wir reden ja nicht miteinander. Warum auch? Was haben wir schon zu sagen? Du redest sowieso fast nie und ich rede nur dummes Zeug.

Du interessierst mich auf eine Weise wie mich der Typ auf der Kino-Leinwand interessiert. Du bist schön anzusehen, passt gut in meine Tagträume, aber du bist zu weit weg um tatsächlich…

Es ist einfach nicht echt. Du bist nicht in meiner Liga, oder ich nicht in deiner, wie auch immer. Wir sind sozusagen artfremd. Wie Hund und Katze. Das würde eh nicht funktionieren.

Das ist einfach nur eine ganz blöde Idee. Was bist du denn außer so ein Abzieh-Bildchen von einem der coolen Kids? Oder tu ich dir jetzt Unrecht? Was bist du denn? Wer bist du?

Interessieren würde es mich ja schon, zu wissen, wie du so bist. Aber das geht ja nicht, wir sind ja nicht…kompatibel. Nicht in der selben Klasse, nicht auf der selben Stufe.

Ich bin gesellschaftlicher Grenzbereich und du bist die HighLife-Szene-Bar auf dem Dach vom Karstadt. Verstehst du was ich meine?

Das würde ja doch wieder im Chaos enden. Also legen wir dich doch am besten gleich wieder zu den hübschen Akten?! Was sagst du dazu?

Fällt dir das überhaupt auf, dass du mich dauernd anstarrst? Oder bilde ich mir das ein? Und wann hab ich damit angefangen zurück zu starren?

Warum bist du nett zu mir, wo alle deine Freunde darin keinen Sinn sehen? Stimmt bei dir was nicht? Oder stimmt mit mir was nicht?

Gibt es keinen Grund zur Panik? Passiert das überhaupt alles? Denke ich mir wieder Sachen aus? Fall ich dir überhaupt auf?

Ich würde dich das gern alles fragen…aber wir reden ja nicht miteinander.

Warum auch?

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Du stehst da oben.

Ich steh hier unten,

eng gepresst zwischen Schultern wie in einer Sardinenbüchse,

und starre dich an.

Tausend Augenpaare auf dir,

eins davon gehört mir.

Du kannst mich nicht seh’n,

die Lichter leuchten zu hell und wenn nicht,

dann gibt es Interessantere Dinge hier unten als mich.

Und wenn dann doch, dann wozu?

Was nützt uns denn schon dieser Augenblick?

Morgen kannst du dich schon nicht mehr erinnern.

Und ich werde mich fragen, ob du nun wirklich zu mir

oder zu der neben mir gezwinkert hast.

Was nützt mir diese Ungewissheit,

was nützt dein Bild an meiner Wand?

Was ich sage kannst du doch nicht hören,

was ich schreibe wirst du doch nicht lesen,

wenn ich lache wirst du’s nicht sehen

und wenn ich weine…was kümmert’s dich?

Ich bin nur eine Nummer, nur ein Fisch im Meer der Heerscharen deiner Bewunderer,

ich bin nur ein Kind und überhaupt über dich da oben nachzudenken

ist die reinste Zeitvernichtung.

Am Ende gehst du durch die Hintertür und ich werde mit den Massen durch die Tore geschwemmt.

Wir geh’n beide ins Bett und ich denk an die vielen bunten Lichter und ich denk an dich.

Woran du denkst? Woher soll ich denn das wissen?

Ich kenn dich ja nicht.

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Okay, okay, ich geb’ es ja zu: Du entbehrst jeglicher Kritik.

Du bist mehr als okay, du bist schon irgendwie so ein bisschen perfekt.

Aber wenn du dich mal irrst, dann aber so, dass es kracht,

und ein perfekter Mensch irrt sich nicht, das hast du selber gesagt!

Ich darf ja nicht sagen, wenn du Blödsinn erzählst, das geht dir an die Ehre,

ich darf mir das nur denken, sonst wirst du böse, so wie ich’s wohl auch wäre…

Gut, fein, dann bist du eben super und toll, du weißt auch wirklich viel,

aber nicht alles, nichts im Geringsten von mir und vom Reisen ohne Ziel.

Du kennst dich nur aus mit dem Du-Sein, mit dem so sein als ob,

das kannst du gut, das kannst du so gut; du verdrehst mir damit den Kopf.

Scribbles

Salute…hier ein bisschen Nach-Mitternachts-Poesie…das Gehirn ist immer am kreativsten, wenn es eigentlich schon auf Stand-By steht…

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Ich würde so gerne etwas ganz pathetisches sagen.

Sowas wie…

Wir sind beide gestrandet, aber wir leben, wir sind immer noch da. Du bist noch da.

Und das ist alles was ich brauche.

Aber das kann ich nicht sagen, weil es gelogen ist.

Wir sind nicht gestrandet. Und ich brauche dich auch nicht.

Ich brauche nur diese Idee, diese Hoffnung, dass da am Ende vielleicht doch noch jemand wartet.

Und es ist eigentlich völlig egal ob du das bist oder der Pizzabäcker oder der Kerl, der den Bus fährt.

Aber das ist ja nicht fair. Das kann ich dir ja nicht sagen.

Wir sind aber nun eben nicht gestrandet und das “wir” ist nicht alles was ich habe.

Ich habe nichts. Nur die Idee und deinen Schatten, der an meinen Wänden tanzt.

Aber das kann ich dir nicht sagen.

Du würdest es nicht verstehn.

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Wenn es schon soweit ist, dass man sich entscheiden muss ob man lieber von innen heraus verbrennt oder von der Welt da draußen tiefgefroren wird von all dem Hass, dann ist es warscheinlich schon zu spät, nochmal umzudrehen, oder?, fragte das Mädchen, legte den Kopf schief und starrte an seinen kleinen blauen Augen vorbei, weil es egal war, was er sagen würde; weil sie die Antwort schon vorher gewusst hat.

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Komm wir gehen spielen. Draußen auf die große Wiese…Purzelbäume schlagen. Und dann setzen wir uns auf den Gehweg, im Schneidersitz, und trinken Alkopops.

Wie Pipi Langstrumpf…denn sie hätte Alkopops getrunken, oh ja, das hätte sie!

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Du hast mal gesagt, ich wäre die fürchterlichste Person, die dir je begegnet ist. Und ich habe nur gelächelt und genickt, weil ich das schon so oft gehört habe.

Du hast mal gesagt, ich wäre vielleicht trotzdem nicht so übel, weil ich dir immer ne Zigarette gegeben habe, auch wenn es die letzte war. Und ich habe nur gelächelt und genickt, weil alle Leute einen irgendwann mögen, wenn man ihnen die letzte Zigarette abdrückt.

Du hast mal gesagt, du hättest dich jetzt an mich gewöhnt und du würdest mich fast gar nicht mehr hören, wenn ich spinne. Ich habe nur gelächelt und genickt, weil man sich an alles gewöhnt.

Du hast mal gesagt, du würdest gerne diese Nacht nicht alleine sein. Ich habe nur gelächelt und genickt, weil niemand in einer kalten Nacht gern allein ist, wenn man die Rechnung der Stadtwerke nicht bezahlt hat.

Und dann hast du gesagt, du willst nicht, dass ich gehe, weil dein Flur so leise ist ohne meine Klackerschuhe; deine Ohren auf die falsche Frequenz eingestellt sind, wenn ich aufhöre zu reden; du die Nächte nicht mehr aushältst, wenn ich nicht neben dir liege und über deine geschmacklose Inneneinrichtung philosophiere. Du hast gesagt, nach all der Zeit, wäre ich dir am nächsten gekommen von all den Menschen, die sich durch dein Leben gelebt haben. Und, dass du mich magst. Sehr sogar.

Da konnte ich nicht mehr lächeln und auch nicht mehr nicken.

Ich hab dir nicht geglaubt.

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London Calling!

London

 

YES!!

Ich hab’s ich hab’s ich hab’s ich haaaahaaaahaaaaaaaaab’s!!! Heureka!

Okay, wenn ihr jetzt denkt ich habe einmal mehr den Verstand verloren, dann könntet ihr Recht haben, aber jetzt nicht aus seelenzerfressendem Liebeskummer oder allgemeinem Weltschmerz, sondern vor Freude! (Ich sollte nicht jeden Satz mit einem Ausrufezeichen beenden, das wirkt so nervös!)

Nämlich hab’ ich mich vor einiger Zeit um einen Platz an der Drama Summer School der Guildhall School of Music and Drama in London beworben und jetzt hab’ ich eben diesen ergattert. Ich mache imaginäre Luftsprünge und freue mich wie ein Schnitzel.

Erstens sieht das natürlich exzellent im Lebenslauf aus, denn die Schule ist rennomiert und beherbergte unter anderm Leute wie Orlando Bloom und Ewan McGreggor, zweitens werde ich gaaanz viel über Shakespeare lernen, denn der Kurs, den ich besuchen werde nennt sich “Shakespeare and Contemporary Theatre”  und drittens ist es in LONDON, BABY(um mal Joey aus “Friends” zu zitieren)!!

Und London ist Style und Rock’n'Roll und Fish’n'Chips und…naja London halt. Außerdem hab’ ich mir das echt lange gewünscht machen zu können und jetzt ist’s nur noch ein bisschen mehr als ein halbes Jahr und ich haaaaahaaaahaaaaaaaab den Platz. Entschuldigung, ich bin so frenetisch… das ist ansteckend; mein Bruder hat sich auch wahnsinnig gefreut. Schön, er hat sich gefreut, dass er drei Wochen den Inhalt des Kühlschranks für sich alleine hat, aber hey…immerhin, er freut sich.

Das wird also drei Wochen gehen – drei Wochen in der englischen Hauptstadt. Mannomann…ich hoffe ich komm’ da klar. Von der Sprache dürfte es eigentlich nicht so schwierig werden, aber ich hab’ gehört, die Engländer legen Wert auf freundlichste Umgangsformen und ich fluche doch immer so viel.

Naja, passt schon. Ich werd’ warscheinlich auch wieder das absolute Kücken sein, wie jedesmal aber ich könnte mich ja einfach als einundzwanzig ausgeben…das klappt bestimmt…chm chm.

Ich geh’ mal zurück in den Keller zum Lachen und penetrier’ euch nicht weiter mit meiner Honigkuchenpferdigkeit.

Yeahyeahyeah!

Eure Elli

 

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Then one day, when she is gone, I’ll get my chance to ask you out and then I’ll show my colourful life!

-Shane West-

 

Mein weißes Huhn

-Gedanken zu den ersten beiden Kapiteln des “Knacks” von Roger Willemsen
oder
Juchei! Endlich wieder ein Blog-Eintrag mit Inhalt!

Der Knacks - Roger Willemsen

Wie dankbar ich mich nach Wochen der Ideenlosigkeit auf die neuen Fragen und Denkanstöße aus Roger Willemsens neustem Buch “Der Knacks” stürze, zeigt wohl allein schon die Tatsache, dass ich meine ersten Gedanken schon jetzt, ungefähr eine Stunde nach dem Erwerb dieses Werks (habe ich die Berechtigung ein Buch “Werk” zu nennen, obwohl ich kein Literaturkritiker mit Glasbausteinbrille bin??)und ohne das zweite Kapitel beendet zu haben, zu Papier 2.0 bringen muss.

Um mal ganz frech den Rückentext zu zitieren und mich um eine Inhaltsbeschreibung in eigenen Worten zu drücken, die in Unvollständigkeit die des Rückentextes wohl nur übertreffen würde, geht es in diesem Buch um Folgendes:

“Der Knacks, das ist der Moment, in dem das Leben die Richtung wechselt und nichts mehr ist wie zuvor. Aber mehr noch als die großen Brüche interessieren Willemsen in seinem brillanten Essay die fast unmerklichen, namenlosen Veränderungen: die feinen Haarrisse in einer Beziehung, das Altern von Menschen, Städten, Kunstwerken, die Enttäuschung, der Verlust, die Niederlage – die unaufhaltsame Arbeit der Zeit.

‘In jedem leben kommt der Augenblick, in dem die Zeit einen anderen Weg geht als man selbst. Man lässt die Mitwelt ziehen.’ ”  – Roger Willemsen, Der Knacks, Fischer Verlag, 2008

Das erste Kapitel, genannt “Das weiße Huhn” beschäftigt sich mit dem Knacks im Leben des Autoren (Gänseblümchen mögen seinen Weg säumen) selbst, dem Tod seines Vaters und der Rettung eines verlorenen Huhns. Vor allem aber geht es um das “Hinübergleiten in das Erwachsensein”, wie er es nennt.
Ich habe mich gefragt wann es bei mir so weit war, oder ob es schon so weit ist, oder eben, ob ich gerade noch schlittere über das dünne Eis des Kind-Seins um mich wie bald auch immer ans Ufer der Erwachsenen zu begeben.

Ich fühle mich eigentlich nicht mehr als Kind, zumindest erkenne ich mir zu, dass ich Entscheidungen treffe, die man meistens als erwachsen bezeichnen kann (mein Mutter würde etwas anderes sagen, aber ich denke, das ist in einigen Fällen Sache der Auslegung).
Sagen wir ich gebe mich recht erwachsen.

Wenn ich zum Beispiel ein paar Jungen auf dem Schulhof raufen sehe und einer ist im Begriff einen anderen zu treten, der auf dem Boden liegt, dann sage ich: “Hey, Freundchen!…Man tritt keinen der auf dem Boden liegt”. Sehr erwachsen, nicht wahr?!
Wenn mich jemand um Rat fragt, gebe ich ihm am (auf) schlausten formulierten, erwachsensten Tipps (die ich selbst natürlich nicht ein einziges Mal befolge) und fühle mich ganz großartig und wichtig, wenn ich das Gefühl habe, jemandem etwas ganz Elementares beigebracht zu haben; eben ein Privileg der Erwachsenen zu besitzen, jemandem etwas beibringen zu können.
Oder nehmen wie die Situation eben im Bus, grade vor einer halben Stunde, wie ich mit dem blitzneuen Buch gut sichtbar in Händen zwischen den Sitzreihen hindurch lief bis zur letzten Bank, in die ich mich sonst nie setze, damit auch alle sehen können, was ich für schlaue, erwachsene Bücher lese und während ich eigentlich ehrlich und ernst über das, was ich da lese nachdenke, spiele ich ganz wissentlich und heischerich gelichzeitig die lächerliche Rolle einer gebildeten Person (oder dem, was ich mir unter einer gebildeten Person vorstelle), die ich -wer weiß- vielleicht sogar bin…aber vielleicht auch nicht.

In Anbetracht der oben genannten Beispiele, muss ich meinen Glauben (eigentlich) eine erwachsene Person zu sein, wohl nochmal überdenken, denn die Wahrheit ist wohl, dass ich mich bereits in die Rolle eines Erwachsenen begeben habe (zumindest die meiste Zeit des Tages), in Wahrheit aber immer noch das Kind bin, dass sich gerne produziert und im Grunde seines Wesens alles nur aus dem Wunsch heraus tut, Beachtung zu finden.

Über Rollen, bzw. die Annahme dieser einen erwachsenen Rolle eines Kindes, spricht Willemsen auch.       Geht die Kindheit fast unmerklich aber stetig ihrer Verdrängung entgegen, so der Autor, streift der junge Mensch die “Requisiten des Kind-Seins” ab, die Blockflöten und Freundschaftsringe, wie er es ausdrückt. Und während man sich dieser Requisiten entledigt, gibt man nicht, wie man vermuten könnte eine Art Theaterwirklichkeit auf, sondern tritt erstmals in eine ein.

Vielleicht, schließe ich daraus, werden diese alt geliebten Gegenstände ja auch erst in der Retrospektive zu bloßen Requisiten: Dingen, die man mit dem Kind-Sein verbindet, weil sie Verwendung fanden, als man ein Kind war und nun, da man altersgezwungenermaßen erwachsen zu sein hat, ihren Sinn verlieren.
“An dieser Stelle kommt die Ironie ins Leben, das Sein löst sich vom Darstellen ab” (Seite 21)

Das Kind erlebt die erwachsene Welt, erlebt und lernt ihre Muster und fügt sich ein, ganz natürlich sogar, denn es überlebt seit jeher nur, was sich anpasst. Man entgeht dem Chaos, man verliert ein Stück Wahrheit, seine eigene Wahrheit, man lebt plötzlich ein Zwischending; eine Mischung aus selbstbezweckter Ehrlichkeit den eigenen Wünschen und Bedürfnissen entsprechend und erlernter, erfahrener Demonstration von Wirklichkeit, die man bloß noch aus Vorgelebtem reproduziert.
Stellt sich die Frage ob dieses gelebte Zwischending jemals ein Ende hat, oder ob das schon die Bezeichnung des Erwachsenwerdens bleiben kann, wie vielleicht bei Freud der (scheinbare) Sieg des Ichs über das Es.

Ich befinde mich also offensichtlich schon in diesem Zwischending, allerdings finde ich es ein bisschen deprimierend diesen Zustand so anzusehen, wie folgendes Zitat beschreibt:
“Man demonstriert ein Verhalten, das innen seine Plausibilität verloren hat”(Seite 21)
Heißt das denn, das sich das nicht mehr ändern wird, diese Unplausibilität? Bin ich am Ende nicht nur Gefangener meiner Triebe (Und täglich grüßt Freud) sondern auch noch Gefangener meines eigenen Reglements?
Die unvermeidliche Antwort muss wohl “ja” lauten, denn konsequent gedacht, tue ich ja am Ende nicht was ich will, weil ich gar nicht weiß, ob ich will, was ich will, oder ob ich nur das will, was ich glaube wollen zu müssen, weil ich ja schon groß bin und eine Frau und eine Freundin und eine Schwaster und eine Tochter und/oder irgendeine beliebige Rolle in die ich mich herein finde und begebe.

Aber bloß ich…was mein bloßes Ich will…weiß ich das denn? Und ist diese Unwissenheit schon mein Knacks? Oder vielleicht doch die Trennung meiner Eltern oder vielleicht der Bruch mit meinem besten Freund? Oder steht mir mein persönlicher Knacks noch bevor? Kann man ihm überhaupt entkommen oder ist er zwangläufig oder gar nötig?

Fragen über Fragen.

Willemsen sagt, der Knacks, tritt, anders als der Bruch “nicht an die Oberfläche, er wird nicht im Schock geboren. In seinem Kern ist der Knacks der Beginn einer Entwicklung im Fluss der Entwicklungen. [...] Etwas trennt sich, ermüdet, verliert Farbe, scheitert, gibt auf.” (Seite 21)

Ich begebe mich dann mal auf die Suche, wie Goethe seinen Werther sagen lässt “ich kehre in mich selbst zurück” und Plenzdorf seinen Edgar Wibeau, “ich analysiere mich kurz selbst”, wo denn mein Knacks sein könnte, sollte ich denn schon einen besitzen.

Also: Ich bin Scheidungskind, hin und wieder getrieben von Geltungssucht und oft in der Angst lebend  nicht liebenswert (genug) zu sein.
Man könnte denken die letzten beiden Genannten resultierten aus dem ersten, aber dem ist nicht so, denn ich war, wie ich mich gut erinnern kann, schon Rampensau und selbstmitleidig, als meine Eltern uns Kinder noch aus dem Zimmer warfen, weil sie noch “kuscheln” wollten und wir noch jeden Sommer im VW-Bus ans Meer fuhren.
Außerdem geht es hier auch gar nicht um Auslöser, wenn ich das richtig verstehe; nicht um Pannen in der Oralen/analen/wieauchimmergenannten-Phase (soo viel Freud…ein Hoch auf mein Ethik-Buch!), sondern um den schleichenden Prozess des Verfalls durch den Knacks…meines Verfalls, oder der meiner Seele oder meiner Unschuld oder wie man das eben nennen will.

In letzter Zeit bestimmen einige Fragen mein primäres Denken auf die ich nur schwerlich bis gar keine Antwort finde. Und eben so wenig ich beim Antworten-Suchen erfolgreich bin, so sehr vernachlässige ich meine sonstigen Aufgaben und Verantwortungen, denn anders als Willemsen, der das Erwachsenwerden im Verlust begreift, wo alles weniger wird (“weniger Haare, weniger Zeit, weniger Luft”, Seite 30), sehe ich mich mit immer mehr konfrontiert; mehr Verantwortung, mehr Aufgaben, mehr Entscheidungen, mehr Ernüchterung etc.(Wobei das auch daran liegen könnte, dass wir, der Herr Willemsen und ich, aus unterschiedlichen Generationen und Perspektiven auf das Erwachsenwerden schauen, ich als siebzehnjähriges Noch-grade-So-Mädchen und er als fast schon weiser Mann und das meine ich nur schleimend und arschkriecherisch.)

Jedenfalls wird in meiner Welt gerade alles so viel mehr, dass es fast zu viel ist, für einen Mädchenkopf, der schon vollgestopft ist mit anderen Dingen.

Vielleicht ist das ja mein Knacks, meine Nicht-Freundschaft zu diesem Menschen, und meine Mutter hat, wie so oft, vollkommen Recht, wenn sie sagt, dass ich mein Leben wieder auf die Reihe kriegen muss oder das mein Versagen in diesem Unterfangen gerade in diesem Moment zu meinem Knacks wird, denn ich könnte nicht sagen, dass die Scheidung meiner Eltern als ich so etwa neun war, jenes Ereignis war, seit dem nichts mehr war wie zuvor.

Eigentlich war danach alles wie immer, oft war es sogar ein Stückchen besser, zumindest für mich. Ich hatte sie ja beide noch um mich, mir wurde niemand weggenommen, so wie dem jungen Willemsen.

Mit dem Tod, einem weiteren großen Thema der ersten einenhalb Kapitel, kam ich also noch nicht so direkt in Berührung und auch die Art mit dem Thema umzugehen, wie der Autor das hier tut, ist mir fast unangenehm, weil so ausführlich, so beängstigend nüchtern wie die (er)nüchternste Wahrheit selbst, um die (oder vor deren Betrachtung) ich mich weitgehend drücke:

Alles hat ein Ende, jedes (Menschen)Leben. Wir alle müssen sterben.

Und wieder beginnt Willemsen in der Kindheit, spricht vom Kindersuizid und stellt die These auf, den Kindern, die sich das Leben nehmen, sei der Tod womöglich noch näher als ihr kurzes Leben, das Existieren noch mehr wie ein Spiel und noch nicht bewusst geworden als vielleicht unverzichtbar.
“Kinder haben sich an das Leben vielleicht noch nicht genug gewöhnt, um es für unverzichtbar zu halten. Es ist auch nicht ihr einziges, und es spricht vielleicht nicht mal lauter als der Tod.” (Seite 43) -außerdem; ein Kind macht sich in seiner Vorstellung des eigenen Nicht-Seins, auch des freiwillig gewählten Nicht-Seins  -Tot-Seins- mächtig, es schafft sich einen Raum der eigenen Entscheidung, wo es sonst überall bevormundet wird.
“Das Kind zieht sich in die Intimität seiner Gegenwelt zurück und bezieht Stärke aus der heimlichen Bereitschaft, jederzeit gehen zu können” (Seite 42)

Das Kind, das ich gewesen bin, war sich dieser Gegenwelt nicht bewusst, oder wollte sich ihrer nicht bewusst werden. Ich bin weggelaufen vor der Auseinandersetzung mit dem Tod.

Die Beerdigungen meiner drei verstorbenen Großeltern habe ich mit stoischer Ruhe erlebt oder besser mitgelebt ohne sie tiefer erfahren zu wollen. Wenn immer mir gesagt wurde “Die Oma/der Opa ist gestorben” habe ich das hingenommen und akzeptiert, unbeeindruckt und ohne Vermissen.
Ich habe kaum Erinnerungen an die jeweiligen Begräbnisse, nur die eine universelle, dass ich niemals geweint habe. Ich wusste sie waren weg und sie kamen nicht wieder aber was der Tod bedeutet, für mich bedeutet, das wollte ich nicht herausfinden.
Ich besitze so ein Gefühl der Taubheit gegenüber dem Tod anderer, das mich selbst jetzt nach dem Tod meines Katers befällt, obwohl ich um ihn tatsächlich mehr getrauert habe, als um meine Großeltern, nicht weil mir die Katze mehr bedeutet hätte als sie, aber einfach weil ich es heute ein bisschen besser kann. Ich kann es aber noch nicht gut genug, um dieses taube Gefühl in Verbindung mit “der Sache Tod” los zu werden und vielleicht sollte ich es auch nicht los werden, wer weiß.
Dabei betrauere ich vieles; das Leid in der Welt, das Leid meiner Freunde und Familie und am allermeisten mein eigenes Leid, aber den Tod…nicht wie man meinen sollte, dass es ihm gebühre. (Erhebt man den Tod von seiner zwangläufigen Rolle im Leben und sieht ihn nicht als einen Teil davon, oder das Leben an sich nur als ein mehr oder minder langes Sterben.)

Ich wollte, wie ich mich erinnern kann, nicht darüber nachdenken, weil ich schon sehr früh sehr am Leben hing, mir gefielen die kindlichen Gedankenspielereien um den eigenen Tod, die Willemsen als typisch beschreibt, nicht im Geringsten. Sie machten mir Angst.
Das ging so weit, dass ich mich eines Tages, ich war vielleicht in der zweiten Klasse, in den sehr engen Raum zwischen meinem raumhohen Regal und dem hohen Endes meines Bettes versteckte, mich mit den Beinen angewinkelt gegen die Wand drückte und bitterlich weinte.
Irgendwann kam meine Mutter, besorgt (oder genervt) von dem Gewimmer rein und fragte mich, was denn um Himmels Willen mit mir los sei.
Und obwohl ich mir auch damals schon über die Lächerlichkeit meiner Antwort bewusst war, die trotzdem nichts an Schrecken für mich verlor, antwortete ich, ich hätte furchtbare Angst von Aliens entführt und umgebracht zu werden.

Ich denke meiner Mutter beherrschte sich sehr, nicht zu lachen, entgegnete mir aber mit fast bellendem und in todernstem (haha) Ton, dass das jawohl kein Grund sei, sich zu verkriechen und dass man ständig überall sterben könne; ich könnte rausgehen und von einem LKW überfahren werden, oder mir könnte eine Kuh auf den Kopf fallen und überhaupt… -Aber aus Angst vor dem Tod das Leben aufzugeben, sei das absurdeste, was ein Mensch tun könnte.

Man möchte spekulieren, dass diese subtile Wahrheit vielleicht zu viel für eine Zweitklässlerin sein könnte, aber ich hörte augenblicklich auf zu weinen und verbannte den Tod fortan aus meinen Gedanken. -Oh-mein-Gott….ich glaube ich hab’ da einen ganz kleinen Knacks gefunden, vielleicht?!…Wird sich zeigen!

Jedenfalls hat mich damals wie heute, die Angst vor meiner eigenen Nicht-Existenz fast gelähmt und mein Weg damit umzugehen, war einfach nicht näher darüber nach zu denken und das ist er bis heute geblieben.
Ich kann bis jetzt noch keinen Frieden mit dem Tod schließen, er ist (noch) kein Freund von mir, weil ich ihn immer als einen Dieb sehe, als Dieb von Lebenszeit, von nicht gelebtem Leben, dass einem noch zustehen würde.

Ich sehe mich im Angesicht meines eigenen Todes, denke ich, wie Willemsen beschreibt, seinen Vater auf dem Sterbebett gesehen zu haben bzw. scheinbar flüstern gehört zu haben:
“‘Nicht fertig, nicht fertig! Muss noch leben!’ hat Anastasius Grün, der Lyriker des Vormärz, auf seinem Sterbebett geflüstert. Dieses Flüstern hörte ich unablässig, auch ohne dass sich [die Lippen meines Vaters] bewegten. ‘Möchte noch’, der letzte Konjunktiv liegt dahinter.” (Seite 16)

Ein paar Mal habe ich mich unerwartet dem Tod fast freundschaftlich angenähert, das letzte Mal beim Besuch meiner letzten lebenden Großmutter im Altenheim.

Ihre Erscheinung schockierte mich nicht mehr als der Raum in dem sie saß, oder besser in dem sie abgestellt worden war.

Ich betrat den orangegestrichenen Raum, der mir schon damals nur grau erschien und in meiner Erinnerung langsam schwarz-weiß wird, und darin saßen in Rollstühlen an klinisch weißen Tischen gut zehn scheinbar sehr alte Menschen.
Aber sie waren nicht alt im Sinne von rüstig und weise, sondern alt wie verfallene Gebäude, mehr vom Tod als vom Leben gezeichnet und sie waren grau, ganz grau, nicht nur die Haare -so denn noch welche vorhanden waren- auch die Haut glimmte grau auf, wie ein letztes Aufbäumen eines Schimmers, der einmal eine Aura gewesen ist.

Und sie kamen mir tatsächlich vor wie abgestellt, wie Züge auf dem Abstellgleis oder Patienten im Wartesaal zum Sprechzimmer von Gefatter Tod.
Während ich mir die Menschen so ansah; eine Frau, die wirres Zeug redete, eine ohne Zähne, die nur noch hin und wieder markerschütternd krähte und meine eigene Oma, die mich nicht erkannte und kaum die Kraft für einen einzigen Satz aufbringen konnte, sagte ich zu mir:

Bevor ich mich eines Tages in so einem Raum wiederfinde, bin ich lieber tot.

Wenn ich wählen könnte zwischen langsamem Zerfall, in dem ich mich Stück für Stück in eine bloße mechanische, seelenlose Hülle verwandele und dem Tod, würde ich dem Tod den Vorzug geben.
Dann wäre er mein Freund, dann wäre er mein Recht und nicht mein Dieb.
Ich denke so kann ich mich mit ihm arrangieren, so habe ich keine Angst vor ihm.

Aber ich fürchte mich vor diesem anderen Tod.

Meine schlimmste Horrorfantasie, die mich manchmal am hellichten Tag, im Bus oder auf dem Heimweg von der Schule befällt, ist die absolut gegenstandslose und unbegründete Furcht von hinterrücks erschossen zu werden. Paff. Einfach so. Mit dem Blick nach vorne gerichtet, aus dem Hinterhalt den nächsten Schritt gestohlen zu bekommen, ohne, dass ich das Gesicht des Täters zu Gesicht bekomme.
Und dann weg sein ohne … Ohne so viel getan zu haben, was ich noch hätte tun wollen.

Lebendig sein und vor allem andern lebendig sein im Denken, erlebend eben, das bedeutet mir sehr viel und das will ich auch, genau nicht, wie der Autor sagt, “zum Leben kaum vordringen” können, “selbst in der größten Freude [...] keinen Eingang in die Euphorie” finden können. (Seite 22)

Viele sagen, ich dramatisiere vieles und steigere mich in Dinge hinein, das stimmt wohl auch, aber ich tue das wahrscheinlich um diesem Zustand zu entgehen.
“Es liegt schwerfällig und grau und abweisend, das Gefühl, das mögliche Empfinden.”(Seite 22)

Womöglich ist meiner ja gar nicht der falsche Weg, womöglich liegen die, die ihre Gefühle in sich selbst vergraben und sich für jegliches tiefere Empfinden taub stellen, ja falsch. Ich denke ich kenne einige Menschen, die ihren eignen Gefühlen schon vor einiger Zeit Hausverbot erteilt haben und die scheinen mir nicht mehr glückliche Momente zu haben als ich, die ich eben auch die traurigen Momente pathetisch und mit einer guten Portion Weltschmerz und Dawson’s-Creek-Teenie-Kitsch zelebriert.
Vielleicht kann man sich ja auch nur so vor diesem oder jenem drohenden Knacks schützen oder ihn sogar heilen.

Wie man einen Riss im Mauerwerk mit Kitt auffüllt muss man vielleicht einfach die Risse im Leben mit ganz vielen Tränen oder ganz vielen Worten oder beidem füllen.
Das könnte der Weg sein, sich selbst an den Haaren aus dem berühmten Loch zu zieh’n, nicht indem man die Zähne zusammenbeißt und strampelt, sondern indem man solange schreit und zetert, bis einen der Boden freiwillig wieder ausspuckt.

Jedenfalls bin ich so bis jetzt immer besser gefahren als mit allen Bahnen der Deutschen Bahn AG, die, wie mein Freund Kolja jetzt sagen würde, mit Verlaub, eine Fotze ist.

Und mit diesem letzten Satz der so wenig mit dem großartigen besprochenen Buch zu tun hat, wie Tom Cruise mit einem gesunden Menschenverstand, verabschiede ich mich jetzt zurück ins zweite Kapitel und dann auf die Couch vor CNN in der Zuletzt-Sterbenden-Hoffnung, dass sich alle Befürchtungen nicht bewahrheiten und Bush nicht zu einer dritten verdammten Amtszeit gelangt. Don’t be stupid, don’t vote republican…puh-lease!!

Es könnte übrigens sehr gut sein, dass ich hier noch den ganzen “Knacks” verhackstücke und ihn -egoman wie ich eben bin- auf mich beziehe und wenn ihr wollt, könnt ihr daran teilhaben…aufhalten könnt ihr mich wohl eh nicht. Har har har…

Mit allerliebsten Grüßen an den geneigten Leser,

die Elli

PS: Ist es nicht schön mal wieder was gehaltvolles auf dieser Seite zu lesen und nicht den Langeweile geplagten Quatsch über Dinge die ich gut finde? Ich meine…das interessiert doch wirklich keinen Menschen ;-P

Lobhudeleien

Heute werde ich voll des Lobes Dinge preisen, die ich toll finde. Hab ja jetzt Berlin schon einen ganzen Artikel gewidmet und jetzt kommen die andern Sachen auch noch dran.

 

Café Lübke Sounds

Das Lübke ist das Café oberhalb der NameVergessen-Apotheke in der Nähe vom Bahnhof und ist der tollste Ort zum Abend-Beginnen oder Gemütlich-Zeit-Verbringen der Stadt, respektive mein zweites (weitaus gemütlicheres als mein eigenes) Wohnzimmer und Stammcafé meiner Freunde und mir.

Es ist genau groß genug um sich auszubreiten und sich privat zu unterhalten und genau klein genug um sich nicht wie auf dem Bahnhof vorzukommen, außerdem ist das Dämmerlicht in den Abendstunden gepaart mit den endgemütlichen Sofas absolut perfekt, wenn man sich nicht abhetzen will oder auf ungemütlichen Barhockern hin und herrutschend sich fragen möchte, wann man endlich nach Hause, bzw. in die nächste Bar/Disco gehen kann.

Der perfekte Abend ist also beginnend im Lübke, Freitags Abends mit dem besten Kakao mit Sahne der Stadt und dann, alle zwei Wochen, ab ins Broadway und die SneakPreview gucken. Dies bringt uns zum nächsten Thema…

 

SneakPreviews

Nur ein kleines bisschen teurer als ein Überraschungsei bieten SneakPreviews immer Spannung und manchmal Spass. Der Nervenkitzel ist es, der es so besonders macht, sich für 3,50Euro mit einem Haufen Neu-Studenten ins ungefähr hundert Grad heiße Broadway zu setzen. Man weiß nie, ob man jetzt einen No-Budget Splatter zu sehen bekommt oder eine Vier-Trillionen-Hollywood-Mega-Produktion.

Ich hatte leider bei meiner ersten Exkursion zur SneakPreview genau die Sorte Film laufen, die ich vorher bei meinem Stoßgebet gebeten hatte bittebittebittebitte nicht zu sehen; ein Horrorfilm!! Und zwar einer von der gruseligsten Sorte; ein Horrorfilm mit gruseligen KINDERN…

-und wir wissen alle, dass Horrorfilme mit gruseligen Kindern die allerschlimmsten sind.

 

Interbook

Oh du mein Mekka, mein “Ich-hab-noch-ne-halbe-Stunde-Zeit-cool-geh-ich-noch-in-den-Interbook”-Buchladen, wo ich immer ein Buch finde, mit dem ich mich in eine von den gemütlichen Couches knallen kann…am allerliebsten im obersten Stock, auf das gelbe Sofa vor der Fensterfront, wo man den ganzen Kornmarkt aus der Vogelperspektive im Blick hat. Da kommt man sich so metropolitisch vor…(existiert dieses Wort und bedeutet es, was ich denke, dass es bedeutet??)

Generell immer sehr nette Angestellte, die einen auch schonmal vom Musical erkennen und behandeln wie einen Superstar (sehr gut für mein kleines Ego!) und viel Platz und alles ganz ganz großartig! Es lebe der Interbook!

 

Pushing Daisies

Die neue Serie auf ProSieben, noch schräger als Scrubs, göttlicher schwarzer Humor, gute Darsteller und eine verdammt tragisch-niedliche Liebesgeschichte. Da mal rein zu schauen empfehle ich jedem, es lohnt sich!

 

So…das war’s erst mal, vielleicht fällt mir die Tage ja noch was ein…bis dann…

 

Cheerio, eure Elli

Meine große Liebe!

Liebstes Berlin!

Berlin, du bist meine Insel.

Natürlich ist Berlin nicht im wirklichen Sinne eine Insel, da die Stadt ja bekanntlich nicht von Wasser umspült wird und auch nicht vom Festland abgeschnitten ist – noch zumnindest, warten wir auf die Auswirkungen der Globalen Erwärmung…

Aber Berlin ist eine Art Insel für mich, weil ich mich in Gedanken immer dorthin flüchte, wenn mir hier alles zu viel wird und ich mich mal wieder in eine von diesen typischen ausweglosen Seifenopersituationen gebracht habe, wie ich es mit traumwandlerischen Sicherheit immer und immer wieder tue.
Genau dann, kommt Berlin ins Spiel. Ich brauche nur eine Sekunde und dann sitze ich in der Ringbahn (Linie 41) und fahre quer durch die Stadt, ganz egal wohin.

Alles was ich sehe sind Bäume, Häuser, Geschäfte, Bahnhöfe, lustig gekleidete Menschen.
Alles, was ich höre sind fremde Sprachen, bellendes Berlinerisch, Kinderschreien, Lachen, Handyklingeln.

Eigentlich alles wie hier und doch sowas von anders. Es ist schwer zu beschreiben wie anders. Natürlich könnte man gleich das Offensichtliche aufzählen; dass Berlin ja viel größer ist als Trier und so weiter, aber das spare ich mir jetzt mal, denn das wissen wir ja alle.

Aber ich habe immer das Gefühl, dass die Luft ganz anders ist, irgendwie lebendiger. Alles ist irgendwo lebendiger und jünger…so vollkommen neugierig auf all die vielen Menschen, die durch Berlins Straßen ziehen, wie ein kleines Kind, das gerade erst angefangen hat, Farben zu sehen, zu verstehen, was die Dinge bedeute, das es sieht.

Und während ich so die eigenartige Berliner Luft atme, fühle ich mich angekommen und gleichzeitig rastlos, weil ich noch so viel sehen will, jede schöne Ecke, jedes traurige Pflaster und ich stelle mir vor, wie ich eines Tages wirklich nach Berlin nach Hause kommen kann.

Ich kann es jetzt schon nicht erwarten, jede Faser meines Körpers schreit “Zurück!”. Zurück, zurück, zurück in diese Wunder-Stadt, diese laute, (un)freundliche Hölle, ins Laute, Bunte, Schnelle, in die Lichter der Nacht, zurück in dieses große Leben.

Wenn ich die Augen wieder öffne bin ich, wie man es erwarten könnte immer noch in meinem kleinen Zimmer in Trier auf dem Berg und bin immernoch Schülerin, immernoch mit dem Köpfchen voller Träume und in keinster Weise die toughe, selbständige Wahlberlinerin, die ich gerne wäre.

Aber das kommt, irgendwann wird dieser Blog in der Hauptstadt getippt und ich werde immernoch in diesen typischen Seifenopersituationen stecken und dort zu leben wird an meinen Unzulänglichkeiten nichts ändern, da mache ich mir nichts vor, aber zumindest kann ich mich dann in die S-Bahn setzen und so lange im Kreis fahren bis ich vergessen habe, warum ich traurig bin. Das geht in VRT-Bussen einfach nicht so schön…

 

…Berlin, meine große, riesengroße Liebe…wir hatten zwei Wochen zusammen in zwei Jahren und diese kurze Zeit hat dir gereicht, mich in dich verliebt zu machen, mein Herz zu stehlen und glaub’ mir, eines Tages, hole ich es mir zurück! Versprochen!

Ich seh dich wieder, ganz bald, nächste Woche schon! Nur kurz zwar, aber immerhin…

Bis dann, Berlin!

Deine Elli

 

PS: Und ihr Leseratten? Hm?? Was sagt ihr zu meinem Schatz, der lauten, rauen, herzlichen Metropole? Oder habt ihr eine ganz andere Lieblingsstadt? Lasst es mich wissen!